Der spontane Besuch

Hallo Leserinnen und Leser,

im vorletzten Artikel erzählte ich dir von meiner Freundin aus Tagmersheim. Sie heißt Lena und wohnt mit ihrem Mann derzeit in Berlin. Früher zur Schul- und Abizeit arbeitete ich mit ihr in diversen Betrieben und Geschäften. So verdienten wir etwas zusätzliches Geld, um für wenige Tage aus Tagmersheim hinaus zu kommen. Damit finanzierten wir unsere eigenen Ausflüge im Inland. Gemeinsam waren wir in Hannover, Köln, Hamburg und vielen anderen tollen Städten. Zwar sparten wir für die mehreren Tage in der jeweiligen Stadt immer ziemlich viel an, doch hat sich das für die tollen Momente ausgezahlt. So erlebten wir gemeinsam die verrücktesten Sachen in unserer Jugend. Irgendwann lernte Lena durch einen Ausflug in Berlin einen netten Kerl kennen. Er heißt Sebastian und ist heute ihr Mann. Gemeinsam haben die beiden eine kleine Tochter im Alter von etwa vier Jahren.

Der Besuch in Berlin

berlin

Da wir seit längerer Zeit nur in Telefonkontakt standen, wollte ich sie in Berlin besuchen. Das geschah dieses Wochenende. Um genau zu sein, war ich von Donnerstag bis Samstag bei ihr. In Berlin findet derzeit die Internationale Grüne Woche vom 19. bis zum 28. Januar statt. Dies ist eine Messe in Berlin, bei der landwirtschaftliche Erzeugnisse von verschiedenen Herstellern und Marketern präsentiert werden. Diese kommen aus der ganzen Welt und versammeln sich in Berlin. Da ich bisher nur davon hörte, wollte ich es aus eigenen Augen heraus miterleben und meine Erfahrung machen. Gleichzeitig konnte ich das damit verbinden, meine ehemalige Freundin und ihren Mann wiederzusehen. Sebastian lernte ich bereits vor vielen Jahren kennen und er ist handwerklich sehr begabt. Er ist sehr begeistert von Autos und werkelt gerne an ihnen rum. Sein Hobby ist es, kaputte Autos für den geringsten Preis zu kaufen und das maximale aus ihnen herauszuholen und wieder für etwas Geld zu verkaufen.

Ich packte am Mittwochabend bereits meine Klamotten und notwendigen Sachen für einen Drei-Tages Ausflug nach Berlin. Ich buchte mir für Donnerstag einen Flixbus von Köln nach Berlin für einen Top-Preis im Vergleich zu der herkömmlichen Bahn. Die Reise dauerte ziemlich lange. Insgesamt saß ich etwa neun Stunden im Bus mit einigen Pausen für Zwischendurch. Ich nahm den direkten Express und musste nicht umsteigen. Einige andere Routen dauerten teilweise sogar beinahe 16 Stunden! Diese waren seltsamerweise deutlich teurer. Ich frage mich, ob es viele Leute gibt, die eine solche Dauer in Kauf nehmen, um von A nach B zu gelangen. Ich persönlich würde es nicht tun, da mir das als sehr lang scheint. Da bin ich sogar bereit, per Bahn mehr zu bezahlen, um schneller an mein Ziel zu kommen. Zudem es körperlich sehr belastend ist, lange im Bus zu sitzen. Mir fällt das besonders schwer. Daher versuche ich als Informatikerin viel Bewegung in mein Leben zu bringen und ausreichend Pausen einzubauen. So garantiere ich, dass ich zwischendurch mir die Beine vertrete und Bewegung in den Alltag bekomme. Du kennst sicherlich die Faustregel, jeden Tag etwa 10.000 Schritte zu laufen. Mir fällt es persönlich schwer dieses Ziel zu erreichen. Doch versuche ich tagtäglich immerhin auf mindestens die Hälfte der Schritte zu kommen. Das ist gut möglich, auch wenn du besonders beschäftigt bist. Es gibt immer die Möglichkeit, etwas zu tun, damit du Bewegung in den Alltag bekommst. Du musst nur die Chancen sehen und ergreifen. Für 2018 habe ich mir übrigens vorgenommen, meine täglichen Schritte auf 10.000 zu erhöhen.

gruene woche 2

Doch ich möchte an dieser Stelle gar nicht so weit von meiner Erzählung über den spontanen Besuch abweichen. Ich war sozusagen am Donnerstag fast den ganzen Tag im Bus. Am Abend war ich am Zielbahnhof und Lena holte mich ab. Zuhause angekommen, sah ich typisch Sebastian am werkeln. Über Auffahrrampen PKW werkelte er unterhalb seines “neuen und alten” gekauften Autos. Möglicherweise hat er Reparaturarbeiten vorgenommen. Er gab mir vorsichtig die Hand, da diese sehr verschmutzt waren. Nicht lange dauerte es, als wir bereits gemeinsam am Tisch zu einem Zucchini-Reis Auflauf mit Käse saßen. Die kleine Tochter Isabelle war bereits im Bett und schlief.

Die Grüne Woche in Berlin

berlin 2

Am kommenden Tag ging die Grüne Woche los. Sebastian werkelte weiter an seinem Auto, während wir beiden Frauen mit der kleinen Isabelle die Messe für die Grüne Woche uns anschauen. Dort ging es um verschiedene Bereiche der Ernährung, Landwirtschaft, der Haustechnik, Tieren und des Gartenbau. Überwiegend waren Themen wie Essen und Trinken verbreitet. Überall konntest du verschiedene Sachen ausprobieren. Manchmal mussten wir für Proben wenige Euros bezahlen. Alles war sehr vielfältig! Wir waren den ganzen Tag auf der Messe. Die Hallen war voller Menschen und wir schafften es gerade noch so in der Zeitspanne von Früh bis Abends uns alles anzuschauen. Zwischendurch fuhren wir einmal nach Hause, weil die kleine Isabelle zu ihrem Vater wollte. Zwar gab es auch einen Messe-Kindergarten, in dem Kleinkinder stundenweise betreut werden, doch die Kleine wollte nicht dort sich aufhalten. Sie ist noch ziemlich an den eigenen Eltern gebunden.

Zudem waren die Tierhallen besonders interessant. Du kannst dort Kühe, Schweine, Ziegen, Schafe und sogar Pferde sehen. Auf einem riesigen Platz wurden diese Tiere dann vorgestellt. Jeder Besucher konnte an den Stallungen vorbeilaufen und bei Interesse sich diese Tiere näher anschauen. Es gibt definitiv viel zu sehen! Es war ein sehr aufregendes Erlebnis und eine andere Erfahrung, die ich bisher nicht machte. Soweit ich mich richtig informierte, gibt es diese Hallen der Grünen Woche ebenfalls in Brandenburg oder sogar anderen Städten. Du solltest unbedingt schauen, ob du eine solche Veranstaltung in der Nähe von dir hast. Vorbeischauen lohnt sich! Ich habe tolle Informationen über die moderne Produktion in der Landwirtschaft, zur gesunden Ernährung und der Vielfalt in unseren Wäldern erhalten. Im Großen und Ganzen kann ich dir meine persönliche Empfehlung aussprechen. Scheu dich nicht davor den Preis für das Eintrittsticket zu zahlen – es zahlt sich wirklich aus. Vor allem als Familienausflug ist die Messe perfekt. Ich rate nur dazu, unter der Woche zu fahren. Am Wochenende ist es gerne ziemlich voll und du genießt deinen Messebesuch optimaler weise unter der Woche.

Internationale Grüne Woche 2015

Der Freitag war sehr anstrengend. Über den Tag verteilt sind wir durch die Messe viel gelaufen. Insgesamt haben Lena und ich etwa 21.000 Schritte gemacht. Da kann ich verstehen, dass die kleine Isabelle irgendwann nach Hause wollte und es ihr zu anstrengend war. Das war kein Problem, da das ein Rückweg von etwa zwanzig Minuten mit der Bahn war. Am kommenden Tag waren Lena, Sebastian, die kleine Isabelle und ich in der Berliner Innenstadt, am Alexanderplatz. Wir machten uns noch einen angenehmen Tag, waren bisschen Shoppen und saßen zur Mittagszeit im Alex. Anschließend musste ich wieder zu meinem Flixbus und fuhr eine lange Zeit nach Köln.

Leider auch schon vorbei!

Es war ein wunderschönes Wochenende. Ich unterhielt mich ziemlich gut mit Lena über die vergangene Zeit. Wir reflektierten unsere gemeinsamen Ausflüge in unserer Jugend. Erzählten uns gegenseitig über vergangene Geschichten des Anderen und lachten viel miteinander. Es ist schade, dass wir mittlerweile so weit auseinander wohnen. Doch eine wahre Freundschaft hält ein Leben lang und die Distanz macht nichts aus. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele neue Menschen ich in meinem Leben kennen lerne: Lena und ich werden sicherlich eine lange Zeit gemeinsam den Weg teilen. Auch, wenn wir uns nicht regelmäßig sehen oder wie alt wir werden! Ich lege dir das ans Herz, mit den Menschen in Kontakt zu bleiben, die du liebst und die du schätzt. Sei dankbar für ihre Anwesenheit und für die tolle gemeinsame Zeit, die du mit ihnen teilst. Und bedenke immer: Niemand und nichts ist selbstverständlich. Du bist nur so erfolgreich oder der Mensch der du bist, dank anderer Menschen, die dich auf deinem Weg unterstützen. Besonders werden dir starke und gute Freunde wichtig, wenn dein Leben stagniert und du keinen guten Fortschritt machst oder niedergeschlagen bist.

Ich möchte dir für diesen Beitrag meine Dankbarkeit zeigen. Danke, dass du diesen Eintrag gelesen hast. Ich hoffe es hat dir gefallen und ich konnte deinen Tag mit einer weiteren Geschichte bereichern. Hast du Fragen, Anregungen oder Feedback? Dann teile es mir doch mit. Schreibe mir in die Kommentare oder hinterlasse mir eine nette E-Mail. Ich freue mich darauf, deine Nachrichten zu lesen und zu empfangen.

Liebe Grüße,

Elizabeth Kirby

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.